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Ein Stickmuster wird angefertigt
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Sie wollen ein Stickmuster anfertigen
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Sie wollen schon lange ein Stickmuster nach einem Foto bzw. einem Bild anfertigen. Wie das vor sich geht, will ich hier für Sie erklären.
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Software
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Voraus schicken möchte ich, dass es inzwischen eine Vielzahl von Stickmusterprogrammen gibt, die alle vorgeben, dass es leicht sei, aus einem Bild ein Stickmuster herzustellen. Keines jedoch wird so gut sein, dass es genügt, ein Bild zu scannen und daraus eine brauchbare Vorlage zum Sticken zu erstellen.
Ich werde mich hier zunächst auf ein Stickprogramm beschränken.
Dave Peters hat ein sehr schönes und umfangreiches Stickmusterprogramm programmiert, für das er auch eine Demo-Version zur Verfügung stellt. Mit diesem Programm lassen sich Fotos einscannen bzw. Importgrafiken einbinden und so zu Stickmusterprogrammen umwandeln. Erfragen Sie die neueste Demo-Version über die Herstellerseite.
Ich beschränke mich hier auf die wichtigsten Funktionen, um auch denen verständlich die Arbeitsschritte zu erklären, die nicht über Profi-Programme verfügen.
Vor dem Kauf eines solchen kostenintensiven Programmes möchte ich aber dazu raten, mit einer Testversion zuerst auszuprobieren, ob Sie gern mit der Maus "malen" und genügend Geduld dazu haben, das Anfertigen von Stickmustern zu Ihrem Hobby zu machen.
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Ein Bild wird ausgesucht
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Wenn Sie ein Bild auswählen, suchen Sie möglichst eines aus, was mit wenigen Farben auskommt und gute Kontraste hat. Es sollte auch nicht zu gross sein.
Schauen Sie sich dieses Bild erst in aller Ruhe an und machen Sie sich Gedanken darüber, was Ihnen an dem Bild auffällt, und was Sie erreichen wollen. Denken Sie auch daran, dass Sie möglichst ohne Backstitches (Umrandungsstiche) auskommen wollen. Bedenken Sie auch, dass ein Kreuzstichmuster klar und einfach strukturiert sein soll.
Gut sticken lassen soll es sich auch. Dazu gehört, dass die Anzahl der Stiche und Farben sich in vertretbaren Grenzen halten soll. Es macht keinen Sinn - höchstens für die Hersteller von Stickgarn - wenn Sie 235 Farben brauchen, um ihr Wunschbild zu sticken.
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Ein Bild wird eingescannt
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Beim Einscannen schlägt Ihnen das Programm eine bestimmte Größe vor, aber auch eine entsprechende Anzahl von Farben. Abmessungen von 395 x 200 Stichen und 219 Farben bietet das Programm in diesem Fall an.
Ich gebe jedoch ein, dass nur 200 x 101 Stiche und 50 Farben gewünscht sind. Das Vorschaubild lässt sich aktualisieren und Sie können überprüfen, ob das Ergebnis Ihren Vorstellungen entspricht.
Nun haben Sie also ihr Wunschbild eingescannt. Um mehr Klarheit in die Abbildung zu bekommen, entferne ich die hellste Farbe. So habe ich den Hintergrund frei.
Sie sehen, dass die Konturen nicht sauber ausgeführt wurden vom Stickprogramm, aber auch viele Einzelkreuze das Bild noch nicht überzeugend aussehen lassen, und viele Einzelkreuze lassen das Bild unruhig erscheinen.
Dieses Bild braucht noch viel Nachbarbeitung, bis es eine gute Stickvorlage wird.
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Das Bild wird im Stickprogramm bearbeitet
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Hier sehen Sie schon, dass die Konturen des Musters "nachgezeichnet" wurden mit der Maus, damit der Gesamteindruck des Bildes vollständiger wird.
In diesem Bild muss einiges erst "gemalt" werden, bis es vollständig ist. Es ist auch zu prüfen, ob es Farben gibt, die so dicht beieinander liegen, dass sie zusammen gelegt werden können, ohne den Gesamteindruck des Bildes zu verfälschen.
Das Muster ist jetzt genau 194 x 93 Stiche groß und hat inzwischen nur noch 43 Farben. Damit ist es ein schöner und kleiner geworden, aber es sollten noch immer einige Farben zusammen gelegt und einige Details nachbearbeitet werden.
Schauen Sie sich die Vergissmeinnicht um das Handgelenk an. Sie sehen, dass sie nachbearbeitet worden sind, dass dies aber noch nicht ausreichend ist.
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So, wie ich es bisher erklärt habe, wird das gesamte Bild in einer Vielzahl von Stunden und Arbeitsschritten bearbeitet, bis es Ihren Wünschen und Vorstellungen entspricht.
Dabei ist es weniger entscheidend, dass so ein selbst gefertigtes Muster dem Originalfoto entspricht, sondern vielmehr eine stickbare Fassung davon abgibt, die in Größe, Farbenanzahl und Qualität (nicht zu viele Einzelkreuze in sehr vielen Farben) ein entspanntes Arbeiten ermöglicht.
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Voilà - Sie können sticken!
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Nein - Sie können es noch nicht!
Jetzt haben Sie zwar noch Nachbearbeitungen vorgenommen und das Muster sieht auf Ihrem Monitor schon recht ansprechend aus, aber eine gute Stickvorlage haben Sie erst dann, wenn Sie auch geprüft haben, ob die Stickvorlage Ihren Wünschen entspricht.
Nach einigen kleinen Änderungen hat das Muster jetzt 43 Farben.
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Jetzt kommt es darauf an, ob Sie lieber ein Stickmuster mit schwarzer Symbolschrift sticken, oder gern die Vorlage schon farbig mit Farbkästchen, oder sogar Farbkästchen mit Symbolen haben wollen, bzw. auch nur mit farbigen Symbolen sticken wollen. Die meisten Stickprogramme ermöglichen Ihnen diese Auswahl.
Schauen wir uns also die Vorlage einmal genauer an.
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Vergleich der Stickvorlagen
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Links: Das hier verwendete Stickmusterprogramm hält eine Vielzahl von Symbolzeichen zum Auswechseln bereit, damit Ihre Vorlage wirklich übersichtlich wird. Hier sehen Sie eine noch bearbeitete, aber nicht fertige schwarzweiße Symbolschriftvorlage. |
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Rechts: Hier sehen Sie eine Farbkästchenvorlage mit dem gleichen Bildausschnitt wie auf der vorherigen Abbildung. Es bleibt Ihnen überlassen, mit welcher Vorlage sie am liebsten arbeiten. |
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Das Arbeitsmaterial / Jetzt geht's los
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